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| DEUTSCH | ||||||||||
Dieses kleine männliche Joey kam erstmals im Mai 2006 zu uns, nachdem seine Mutter bei The Links in Port Macquarie von einem Auto angefahren worden war. Er wog damals 375 g. Die Verletzungen seiner Mutter waren so schwer wiegend, dass wir sie noch am selben Nachmittag einschläfern mussten. Da Linksie im Beutel seiner Mutter geschützt gewesen war, schien er glücklicherweise unverletzt zu sein. Der diensthabende Aufseher des Hospitals entschied, ihn über Nacht zu sich nach Hause zu nehmen und das Koalababy zu beobachten. Da er mit seinem Motorrad unterwegs war, packte er Linksie für die Heimreise in seine Lederjacke. So kam Linksie zum zweiten Teil seines Namens, denn das Motorrad unseres Aufsehers war eine Honda VTR. Am nächsten Tag kam Linksie in Heimpflege bei einer unserer freiwilligen Betreuerinnen. Er machte gute Fortschritte und legte dank seinem gesunden Appetit rasch an Gewicht zu. Linksie liebte die Proteinmischung, die er gefüttert bekam, so sehr, dass er ausgesprochen rundlich wurde und bald älter aussah, als er war. Linksie war leider für sein Alter nicht nur zu dick, sondern er klammerte sich auch sehr stark an seine Pflegemutter. Noch heute würde er sich am liebsten von Menschen füttern und knuddeln lassen, auch wenn wir das nicht zulassen. Als es für Linksie Zeit war, ins für die Entwöhnung vorgesehene Gehege versetzt zu werden, sträubte er sich, auf den Baum zu klettern und sich den anderen Jungtieren anzuschliessen. Stattdessen zog er es vor, auf dem Astgerüst zu sitzen. Schliesslich aber kletterte er doch hoch hinauf auf den Baum. Eines Tages gab es in Port Macquarie einen entsetzlichen Gewittersturm mit starkem Wind, Donner und Blitz, und am nächsten Tag fanden wir einen unglücklichen und verletzten Linksie am Boden des Geheges. So wie es aussah, war er während es Sturms vom Baum gefallen, wobei er sich innere Verletzungen und Prellungen zugezogen hatte. So kam Linksie ein weiteres Mal für einige Wochen in Heimpflege, wo er sich von diesem Unfall erholen konnte. Als er genügend genesen war, wurde er zunächst in einem Gehege ohne Baum untergebracht, so dass er wieder zu Kräften kommen konnte. Letztlich wurde er wieder in ein Gehege mit einem hohen Baum verlegt, wo er, sehr zu unserer Erleichterung, sofort auf die Baumkrone raufkletterte und sich wieder wie ein richtiger Koala benahm. Linksie wird sehr bald ausgewildert, nämlich dann, wenn unser Personal überzeugt ist, dass er stark und hart genug ist, um mit den Gefahren fertig zu werden, die das Buschleben bietet.
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